78. Bundeselternratstagung

vom 18. – 20. Februar 2011

in der Freien Waldorfschule Saarbrücken

 
Liebe Eltern, liebe Lehrer, liebe Schüler,

 

Was ist drin, wenn Waldorf draufsteht?

 

lautet die Frage, die wir auf unserer Tagung bewegen wollen. Hierzu laden wir Sie herzlich ein. Zum einen ist dies eine Einladung zum Austausch über eine dialogisch geführte Pädagogik zwischen geisteswissenschaftlicher Erkenntnis, Erwartungshaltung und Alltagstauglichkeit. Zum anderen wollen wir uns jedoch auch selbstkritisch zeigen, indem  wir unsere Erwartungen und Ansprüche der Realität gegenüberstellen.

Bei Fragen zur Tagung, Abreise, Übernachtung oder Programm, stehen wir Ihnen gerne jederzeit per email oder auch telefonsich zur Verfügung.

Info-Fon: 0160 – 255 3136
eMail:

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Wir freuen uns, Sie an der Saar zu begrüßen!

 

Der Beirat der Freien Waldorfschule Saarbrücken

Programm der 78. Bundeselternratstagung
vom 18. bis 20.02.2011 in Saarbrücken

Freie Waldorfschule Saarbrücken

Freitag, 18. Februar 2011

14:45 Uhr Vorprogramm
Treffpunkt für alle Vorprogramme: Vorplatz am Bahnhof bei den Taxis

18.00 Uhr Abendbrot

20.00 Uhr Vortrag

Vortrag von Dr. Heinz Zimmermann

"Waldorfpädagogik im 21. Jahrhundert. Was kann sie für Mittel- und Oberstufenschüler bewirken"

Samstag, 19. Februar 2011

08.45 - 10:30 Uhr Plenum

10:30 - 10:55 Uhr Kaffeepause

11:00 - 13:00 Uhr Arbeitsgruppen

13:00 - 14:30 Uhr Mittagessen und Schulbesichtigung

15:00 - 16:30 Uhr Plenum

16:30 - 16:55 Uhr Kaffeepause

17:00 - 18:30 Uhr Arbeitsgruppen

18:30 - 19:45 Uhr Abendessen

20.00 - 21:45 Uhr Bunter Abend

Sonntag, 20. Februar 2011

08:45 - 09:00 Uhr Gemeinsamer Beginn

09:00 - 10:30 Uhr Arbeitsgruppen

10:30 -  10:55 Uhr Kaffeepause

11:00 - 12:30 Uhr Plenum

12:30 Uhr Ende der Tagung

 

Gesprächs- und Arbeitsgruppen Saarbrücken:

1.

Wie wirkt Waldorfschule im Elternhaus?
Im Forum wollen wir erfahrenen und neuen  Eltern die Gelegenheit geben sich bundesweit einen Überblick zu verschaffen, welche Wirkung Waldorfpädagogik auf Alltag, Erziehung und grundsätzliche Einstellung zum Leben hat.

Es wird sicherlich keine fertigen Antworten geben! Wir werden jedoch die Ergebnisse sammeln und den Teilnehmern zur Verfügung stellen.

Eveline Zobel und
Silke Schmitz

Eltern an der Freien Waldorfschule Saarbrücken

2.

Der Handarbeitsunterricht an der der Waldorfschule
Handarbeitsunterricht - sinnvolle und therapeutische Tätigkeit im Fächerkanon der Waldorfschule oder nette Bastel- und Entspannungsstunde?
Wir werden den Lehrplan der Unter- und Mittelstufe menschenkundlich betrachten und Wahrnehmungsübungen anhand kleiner Nebentätigkeiten aus dem Handarbeitsunterricht anschließen.

Maria Mayer-Clemens
Handarbeitslehrerin an der Freien Waldorfschule Saarbrücken

3.

Die Philosophie der Freiheit und die Quellen der Waldorfpädagogik
Im Mittelpunkt der Gesprächsarbeit steht diesmal das 6. Kapitel: „Die menschliche Individualität“ der Philosophie der Freiheit Rudolf Steiners. Die Gedanken dieses Kapitels werden anhand des Textes nachvollzogen und im Gespräch erlebbar gemacht. Der Schulalltag und pädagogische Fragen bilden dabei die Bezugspunkte. In diese seit einigen BERTs fortgesetzte Arbeit kann man gerne und voraussetzungslos einsteigen. Eine zusammenfassende Einleitung der ersten Kapitel zu Beginn wird den Einstieg erleichtern.

Christian Boettger 
Bund der Freien Waldorfschulen

4.

Öffentlichkeitsarbeit an der Waldorfschule - Übungen und Beispiele
In unserem Workshop, der auf der BERT schon Tradition hat, untersuchen wir gemeinsam die Bedingungen für Öffentlichkeitsarbeit an der Waldorfschule. Er eignet sich gleichermaßen für Einsteiger und Fortgeschrittene und bietet auch die Möglichkeit zu praktischen Übungen. Es können außerdem eigene Best-pratice-Beispiele für gelungene Aktivitäten mitgebracht werden (bitte vorher mitteilen).

Cornelie Unger-Leistner
Pressestelle des Bund der Freien Waldorfschulen

5.

Eltern-Lehrer-Trägerschaft: eine existenzielle Qualitätsfrage für die Waldorfschule?
Eltern-Lehrer-Zusammenarbeit: für Waldorfschulen existenziell! Aber sie ist Aufgabe, keineswegs leicht lebbare Realität. Was ist zu tun? Wie kommen wir weiter? Warum ist das so wichtig? Zusammenarbeit zur Qualitätssteigerung?

Dr. Friderun C. Karsch
Ehem. WaldorfOberstufenlehrerin
Christiane Labitzke
Sprecherkreis Bundeselternrat

6.

Zukunft der Abschlüsse – Portfolio und das Europäische Abschluss-Portfolio
Die Arbeit an der Zukunft geht weiter: Die Gruppe arbeitet seit 2004 an der Verwirklichung eines eigenen Waldorf-Abschlusses: Seit Sommer 2010 steht nun das Europäische Abschluss Portfolio (EAP) den Schulen zur Verfügung.
Jetzt geht es um ein international anerkanntes Europ. Waldorf Diplom, das entwickelt und zur Anerkennung gebracht werden soll. T. Koch wird von dieser Arbeit berichten.
Gleichzeitig werden wir in der Gruppe daran arbeiten, was Eltern zur Einführung des Europ. Abschluss Portfolios tun können. Um Portfolio besser zu verstehen und die Anforderungen an Lehrer und Schüler kennenzulernen, werden wir ein eigenes Portfolio erstellen. Neue Teilnehmer, auch und vor allem SchülerInnen sind herzlich willkommen.
Die Teilnehmerzahl ist nicht begrenzt.

Ute Heim
LAG NRW, Aufsichtsrat Witten-Annen
Dr. Thilo Koch
Waldorflehrer FWS Potsdam, AKZdA, Koordinator vom Comenius EPC-Projekt

7.

Endstation Sehnsucht ...? Zusammenarbeit und Begeisterung als Grundsäulen der Waldorfpädagogik – wo sind ihre Quellen? Alle Schulen stehen vor den gleichen Problemen: Schwierigkeiten in der Zusammenarbeit. Großes Ungleichgewicht im Engagement. Bei Eltern wie Lehrern. Die konkreten Probleme sind schon eine Folge solcher grundlegenderen Krankheitsprozesse eines Schulorganismus. Organisationsberatung, die Verbesserung von Strukturen, Kommunikationsregeln usw. ist noch immer ein Ansetzen bei den Symptomen. Alle Probleme einer Waldorfschule beruhen auf einem Mangel an Zusammenarbeit und Begeisterung.
In der Gruppe werden diese Erkenntnis und wirkliche Heilungsmöglichkeiten erarbeitet.

Holger Niederhausen
Bisher Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V.

8.

"Vom Schwätzen, Reden und künstlerischem Sprechen“
Einblicke in die Wort-Werkstatt an der Waldorfschule. Wie wir mit der Liebe zum Laut, dem Gefühl für die Schönheit der Sprache und der Freude am spielerischen Erkunden, beginnend Atem, Lautbildung und Stimme entwickeln und pflegen ...
Gelegenheiten zum "Hineinschmecken" in die tägliche Praxis an Hand von Sprüchen, Gedichten und Texten aus Spielen.

Sascha Riebel
Sprachgestalter

9.

Was bedeutet Waldorfqualität in der Oberstufe und was können Eltern dazu beitragen?
Während der ersten Einheit wollen wir uns austauschen, welche Erfahrungen, Erwartungen und vielleicht auch Enttäuschungen in Hinsicht auf die Waldorfpädagogik in der Elternschaft von Waldorfschulen bestehen. Während der zweiten Gesprächsrunde wollen wir dann die gesammelten Fakten strukturieren und versuchen, uns ein vertieftes Verständnis der Ziele von Oberstufenpädagogik und der Ursachen von Problemen zu erarbeiten. In der dritten Gesprächsrunde wollen wir dann den Blick nach vorne richten und uns fragen, wie Eltern und Lehrer konstruktiv an der kontinuierlichen Entwicklung von Waldorfqualität arbeiten können.

Matthias  Bunge
Dozent für Bildungs-philosophie an der Freien Hochschule in Mannheim und ehem. Oberstufen-lehrer an der FWS Walhausen

Monika Blättner
Oberstufen-lehrerin für Deutsch, Geschichte, Philosophie und Ethik an der FWS Otterberg.

10.

Eurythmie - Authentische Gebärde oder Biogymnastik?
Wie kommen wir durch Eurythmie an die Menschenbildenden Kräfte für die Waldorfschüler heran? Wir erleben es gemeinsam an Beispielen aus den verschiedenen Alterststufen.

Christel Feldhaus Eurythmielehrerin an  der Johannisschule Bildstock, Waldorfschule für Lern- und Erziehungshilfe

11.

Waldorfschule im 21. Jahrhundert – Schüler & Elternperspektive
Zwischen den Welten und am Beginn eines noch jungen Jahrtausends. Das sind unsere Koordinaten. Denn fühlen können wir gut, dass die Waldorfschule die wir besuchen, noch nicht die des 21. Jahrhunderts ist." So hat die WaldorfSV (Bundesschülerrat) Schüler zur letzten Versammlung eingeladen. Jetzt wollen wir einen spannenden Perspektivwechsel wagen und mit Eltern Thesen dieser Arbeit diskutieren.
Zeitgemäße Waldorfschule – dazu wollen wir Gedanken austauschen, abseits von Parolen und Plakatüberschriften. Bundesschülerrat und Bundeselternrat haben hiermit die erste Arbeitsgruppe zum inhaltlichen Austausch – wir freuen uns sehr auf kontroverse Diskussionen!

Valentin Hacken
Vorstand WaldorfSV – Pädagogik, ehm. Schülerbeirat KM BaWü und freier Autor Erziehungskunst

Lara Scherrieble
Vorstand WaldorfSV – Öffentlichkeit, Tagungsorganisation und Betreuung Regionen)

12.

Ästhetische und moralische Erziehung
Ästhetik kommt vom griechischen Wort aísthesis und bedeutet „Wahrnehmung“. Sie fragt nach dem „Was“, „Wie“, „Wer“ und „Warum“. Schon Schiller schrieb in seinen Briefen, dass es dem Menschen durch ästhetische Erziehung automatisch zum Bedürfnis wird, moralisch zu handeln. Demnach wäre für Eltern und ErzieherInnen eine Auseinandersetzung mit ästhetischen Fragen notwendig für die moralische Selbsterziehung und für die Erziehung der Kinder. Diesem Zusammenhang wollen wir während dieser Arbeitseinheiten im eigenen künstlerischen Tun nachspüren. Aus dem großen Spektrum künstlerischer Möglichkeiten möchte ich das Malen, Plastizieren und Formenzeichnen anbieten. Beim Malen erleben wir, wie wir durch die Farben und Formen seelisch angesprochen werden und uns gleichzeitig seelisch ausdrücken können. Im Plastizieren werden vor allem die unteren Sinne angesprochen und die Vitalkräfte erlebbar. Beim Formenzeichnen findet ein Wechselspiel zwischen Wachstumskräften und begrenzenden Kräften statt: das Chaotische wird in eine Ordnung, das Erstarrte in Bewegung gebracht. Bei allen künstlerischen Tätigkeiten stehen das Werden und die Verwandlung mehr im Vordergrund als das Ergebnis. Von daher sind keinerlei Vorerfahrungen mit Farben und Techniken erforderlich.

Elke Görgen
Dipl.-Sozialpädagogin, Kunsttherapeutin und Mutter an der Freien Waldorfschule Saarbrücken

13.

Gewaltfreie Kommunikation in der Waldorfschule
Diese Arbeitsgruppe wird sich der Rolle der Eltern innerhalb der Kommunikation im Schulganzen widmen.  Welche Veränderungen durch  den Einsatz der Methode und der inneren Haltung der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg ermöglicht werden, wollen wir gemeinsam drei Schnittstellen des Zusammenlebens erforschen.
Erstens: Meine Tochter oder mein Sohn kommt voller Ärger oder Enttäuschung über die Schule oder über einen Lehrer nach Hause - und was sage ich jetzt als Elternteil dazu? Zweitens: Eine Lehrerin ist unzufrieden mit den Leistungen oder dem Verhalten meines Kindes  und beklagt sich bei mir – und wie trage ich dazu bei, dass das Gespräch für alle Seiten gewinnbringend verläuft? Drittens: Ich bin unzufrieden mit Entscheidungen oder Verhaltensweisen einer Lehrerin oder des Lehrerkollegiums und möchte konstruktiv zur Veränderung beitragen – und wie sage ich es meinem Lehrer?
Die Frage, ob durch den vorgestellten Ansatz hinterher mehr Waldorf drin ist, wo Waldorf drauf steht, wird sich hoffentlich durch die praktische Arbeit klären.
Vorkenntnisse  in der Gewaltfreien Kommunikation werden nicht vorausgesetzt. Interessenten, die gerne einige grundsätzliche Gedanken zur Vorbereitung lesen, können dennoch einen einführenden Artikel über Email beim Dozenten unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! anforden.

Christoph Stettner Klassenlehrer an der Freien Waldorfschule Bonn bis 2001, Dozent am Berufsbegleitenden Lehrerseminar für Waldorfpädaglogik Köln-Bonn, Trainer für Gewaltfreie Kommunikation.

14.

Bothmer Gymnastik
Bothmer Gymnastik - eine ganzheitliche Bewegungserziehung. Im Vordergrund der Arbeitsgruppe stehen die Unterrichtsinhalte der Klassen drei bis zwölf.

Vladimir Gubenko
Sportlehrer an der Freien Waldorfschule Saarbrücken